Seit Sommer 2024 steigt im französischsprachigen Wallis die Zahl der Personen, die Opfer von Betrügereien der Art «falsche Banker oder falsche Polizisten» geworden sind. Trotz der Sensibilisierungskampagnen, die von der Walliser Kantonspolizei und Pro Senectute Valais-Wallis durch Vorträge in mehreren Städten durchgeführt wurden, stellen diese Betrügereien nur die Spitze des finanziellen Missbrauchs dar, dem Senioren zum Opfer fallen.
Ihre Zielgruppe sind vor allem ältere Menschen, da sie besonders verletzlich sind.
Ihre Methoden basieren auf Manipulation und Einschüchterung: Die Betrüger geben sich als Banker, Polizisten, Versicherer oder Verwandte (falscher Neffe) aus und nutzen einstudierte Szenarien wie eine Bankanomalie oder eine betrügerische Abhebung, um ihre Opfer zu einer unüberlegten Handlung zu verleiten. Am Telefon sprechen sie schnell und verwirrend, um kritisches Nachdenken zu verhindern. Sobald sie das Vertrauen gewonnen haben, fragen sie nach sensiblen Informationen oder verabreden ein Treffen, um Geld und Bankkarten zu entwenden. Mit gefälschten Ausweisen oder «Polizei»-Armbinden erhöhen sie ihre Glaubwürdigkeit. Durch die Erzeugung von Angst und Schuldgefühlen verringern die Betrüger die Wahrscheinlichkeit, dass das Opfer den Vorfall meldet, und verzögern so weitere Massnahmen.